J. Hornig Stockholm Titelbild

Johannes unterwegs3 Kaffeetipps für Stockholm

Diesen Sommer hat es mich in den Norden verschlagen. In Stockholm habe ich
drei innovative Coffee-Spots besucht. Welche das waren, verrate ich dir in diesem Beitrag.
Von Johannes Hornig.

Schweden zählt zu einem der modernsten Ländern Europas – egal ob im Bereich Technologie, Schulwesen oder Kaffeegenuss. Letzteres  ist in Schweden so wichtig, dass es sogar einen eigens definierten Begriff gibt, der die schwedische Kaffeepause beschreibt. „Fika“ steht für stressfreies Kaffeetrinken, das als fixer Bestandteil im Alltag eingeplant wird. Das Wichtigste dabei ist, dass der Kaffee in einer angenehmen Umgebung getrunken wird, damit man ihn in vollen Zügen genießen kann. „Fika“ steht sogar in schwedischen Unternehmen an der Tagesordnung, wo auch der Geschäftsführer – egal wie viel er um die Ohren hat – teilnimmt.

 

Getreu nach dem schwedischen Motto „A life without a fika is unthinkable“ habe ich in Stockholm drei Kaffeebars besucht, um dort meine „Fikas“ zu verbringen.

 

Himalaya Kaffebar

Ich habe diverse Blogs  der besten Coffeeshops in Stockholm durchforstet, aber auf diesen bin ich durch Zufall gestoßen. Die Himalaya Kaffebar befindet sich im Untergeschoß des Hötorgshallen-Marktes, weshalb man diesen Laden nicht gleich findet. Dort wurden wir von Barista Andreas bedient. Funny Typ, der sehr viel über Kaffee wusste und uns einen feinporigen Milchschaum auf unsere Cappuccinos gezaubert hat. Den hat Andreas mit der Faema E61 zubereitet.

In der Himalaya Kaffebar kann man auch deren Direct-Trade-Spezialitätenkaffee genießen. Entweder mittels Hario V60, Chemex oder Aeropress zubereitet.

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Adresse:

Hötorgshallen, Hötorget, 111 57 Stockholm, Level: -1

 

 

Johan & Nyström

Dieser Kaffeespot ist auf jeder Top-Third-Wave-Coffeeshop-Liste vertreten und befindet sich im Bezirk Södermalm. Dort wimmelt es von tätowierten Latte-Dads mit Kinderwägen, MacBooks, Third-Wave-Coffeeshops und Radfahrern. Ohne irgendein Geschäft betreten zu haben, wussten wir, dass dieses Viertel der hippste Stadtteil Stockholms sein muss. 😉

 

Bei Johan & Nyström haben wir einen Cappuccino mit Hafermilch getrunken. Begeistert waren wir von der schönen Latte-Art, weil wir wissen, dass die mit Hafermilch sehr schwierig zu zaubern ist. Zubereitet wurde der Cappuccino mit der Black Eagle von Nuova Simonelli . Auch alternative Zubereitungsmethoden beherrschen die Baristi bei Johan & Nystöm sehr gut : Wir hatten einen Bio-Äthiopien Guji (trockene Aufbereitung), der mit einer Hario V 60 zubereitet wurde. 

Neben der Kaffeebar gibt es dort auch einen Schulungsraum, wo man die Kaffeezubereitung erlernen kann.

 

Johann & Nyström hat mehrere Coffeeshops in Stockholm und in Helsinki. Sie zählen zu einem der etabliertesten Third-Wave-Coffee-Roasters in Schweden.

J. Hornig Johan & Nystroem Stockholm

 

Adresse:

Swedenborgsgatan 7, 118 48 Stockholm, Schweden

 

 

Drop Coffee

Gleich um die Ecke von Johan & Nyström liegt Drop Coffee. Auch in diesem Coffeeshop wimmelt es nur so von Start-up-Gründern und MacBooks. 😉 Die Rösterei ist nur 300m vom Shop in Södermalm entfernt. Wenn man Zeit und Lust hat, kann man sie auch besichtigen. Bei Drop Coffee hatten wir einen Hunkute, Äthiopien (Single Origin) und einen El Sunzita, El Salvador. Beide wurden mit Kalita Wave zubereitet.

Zusätzlich werden dort alle Kaffees auf Espresso-Basis mit einem bodenlosen Portafilter zubereitet. Auch hat Drop Coffee das wohl schönste Kaffee-Packaging in Schweden. Ihre Bohnen verkaufen sie auch außerhalb der Landesgrenze – zum Beispiel in die Länder des Baltikums. 

J. Hornig Stockholm Drop Coffee

 

Adresse:

Wollmar Yxkullsgatan 10, 118 50 Stockholm, Schweden

 

 

 

Die schwedische Hauptstadt hat kaffeetechnisch einiges zu bieten. Kaffeeliebhaber werden dort nicht nur fündig, sondern glücklich!

 

Falls du noch mehr Kaffee-Tipps für Stockholm hast, lass es mich wissen. Die werde ich bei meinem nächsten Besuch auf meine Liste setzen. :-)  

 

Stockholm – I’ll be back!

 

 

Alles Liebe,

Johannes

 

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Johannes Hornig verfolgt als Geschäftsführer von J. Hornig ein Ziel: Den besten Geschmack aus jeder Kaffee-Bohne herauszuholen. Der 31-Jährige führt das österreichische Traditionsunternehmen mit Sitz in Graz nun in vierter Generation. Dabei blickt er gern über den Tellerrand hinaus. Am besten geht das bei einem Verlängerten. Ohne Milch. Ohne Zucker.