Kaffee aufbereiten | Kaffee-Wissen | J. Hornig
Aufbereitung

Kaffee aufbereiten Eine Frage der Methode

Sind die Kirschen geerntet, fängt die Arbeit erst richtig an.
Jetzt geht es darum, den Kaffee aufzubereiten. Sein späterer Geschmack
hängt auch davon ab, welche Methode hier zum Einsatz kommt

Die Zeit nach der Ernte ist für Kaffee-Produzenten immer besonders stressig: Die Kirschen des Kaffeebaums lassen sich nämlich nicht lange lagern und müssen rasch weiterverarbeitet werden. In der Fachsprache nennt man das „aufbereiten“, wobei man in trockene (Naturals), nasse (washed) und halbtrockene Aufbereitung (semi-washed) unterscheidet. Der spätere Geschmack des Kaffees hängt auch davon ab, für welche Methode sich der Rohkaffeeproduzent entscheidet.

Trockene Aufbereitung

Werden die Kaffeekirschen als Ganzes getrocknet, ist von trockener Aufbereitung oder „Naturals“ die Rede. Das ist die natürlichste Art der Aufbereitung und gleichzeitig auch die preisgünstigste. Mehr Informationen dazu gibt’s hier.

Halbtrockene Aufbereitung

Bei „Semi Washed Coffee“ oder halbtrocken aufbereitetem Kaffee werden die Bohnen vom Fruchtfleisch befreit und in der Mucilage getrocknet. Mehr Infos zu dieser Aufbereitungsart gibt’s hier.

Pulped Natural

Pulped Naturals entstehen, wenn die Kaffeekirschen zunächst im Ganzen getrocknet werden. Sobald sie in etwa den Wassergehalt von Rosinen haben, entfernt man das Fruchtfleisch und legt die Bohnen erneut zum Trocken in die Sonne. Mehr Infos zu dieser Aufbereitungsart folgen bald.

Nasse Aufbereitung

Wird die Bohne vor der Trocknung durch Fermentation von der Mucilage befreit, spricht man von „Washed Coffee“ oder „gewaschenem Kaffee“. Wird der Fruchtschleim maschinell entfernt, bezeichnet man den Kaffee als „Fully Washed Coffee“. Mehr Infos zu beiden Aufbereitungsarten dazu gibt’s hier.

Sortieren und Verpacken

Ob jetzt trocken, halbtrocken oder gewaschen: Nach der Trocknung und vor der Auslieferung müssen die Bohnen sortiert werden. Dadurch soll verhindert werden, dass sich verdorbene, verschimmelte oder überfermentierte Bohnen in die Lieferung schummeln und die Qualität des Kaffees negativ beeinflussen. Außerdem werden Fremdkörper wie kleine Steinchen, Blätter oder Holz aus dem Verkehr gezogen.

 

Nach dieser ersten, händischen Auslese gilt es, die Bohnen nach Größe zu sortieren. Dazu werden Siebe verwendet, die in ihrer Lochgröße absteigend übereinandergestellt werden. Um letzte Verunreinigungen zu entfernen, geht’s anschließend auf eine Rüttelplatte. Danach werden die Bohnen verpackt und an den Käufer versandt.