Augen Zu

Tipp: Mach die Augen zu und…

London war am vergangenen Wochenende wie jedes Jahr im April das Epizentrum der Kaffee-Welt. Das London Coffee Festival lockte wieder Coffee Nerds aus jeder Ecke der Welt in die englische Hauptstadt. Kein Wunder, denn so viel geballte Kaffee-Kompetenz ist selten an einem Platz versammelt. Deswegen bin auch ich wieder ins Flugzeug gestiegen. Das konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen.

IMG_9250

12985472_10209999104841001_3921394459416616857_n

An vier spannenden Tagen wurde Kaffee verkostet, was das Zeug hält. Besonders auffällig: Diesmal waren viele Baristas dabei, die dabei eine blickdichte Brille aufhatten. Ein Trick, den ich von Zeit zu Zeit selbst anwende – und den ihr euch zuhause ebenfalls zunutze machen könnt.

 

Der Grund für das „blinde“ Verkosten ist ganz einfach: Je weniger Sinne aktiv sind, desto mehr kann man sich auf den Geschmack des Kaffees konzentrieren. Manche Baristas gehen deswegen sogar noch einen Schritt weiter und tragen neben einer blickdichten Brille auch noch Ohrenstöpsel, um auch den Gehörsinn auszublenden. Ihre gesamte Aufmerksamkeit gehört dann dem Geschmack des Kaffees.

 

Dieses Prinzip lässt sich übrigens übertragen. Vielen von euch ist es sicher schon aufgefallen: Auch beim Küssen schließen wir oft automatisch unsere Augen. Laut einer Studie machen wir das, um uns voll und ganz auf das körperliche Erlebnis konzentrieren zu können. Denn das Gehirn hat Schwierigkeiten, sich auf andere Sinne zu fokussieren, wenn es gleichzeitig visuelle Reize verarbeiten muss. Ähnlich ist es beim Kaffee. Ist doch ein schöner Gedanke, oder? 🙂

 

Alles Liebe,

 

Barbie

______________________

Barbara Bauer ist Barista bei J. Hornig. Wenn Sie gerade mal nicht Kaffee zubereitet oder Latte-Art übt, zieht sie zuhause ihre eigenen Kaffeesträucher groß. In unserem Blog gibt sie regelmäßig Tipps, wie man auch zuhause das Beste aus den Bohnen herausholen kann.