Tee J. Hornig

Tipps: Tee kann mehr!

Die Grippewelle 2016 ist da – und damit steigt auch der Tee-Konsum wieder enorm an. Doch ist das bekömmliche Getränk schon längst mehr als nur ein Hausmittel bei Krankheit. Tee kann eine entspannende, belebende oder – wie angeblich im Fall von weißem Tee – sogar eine lebensverlängernde Wirkung haben. Wichtig ist nur, dass man jeweils zum richtigen Tee greift. Doch wann sollte man grünen, weißen, schwarzen oder sogar gelben Tee trinken?

Tee als Wachmacher in der Früh

Am Morgen gilt es, sich vor allem die anregende, aber auch verdauungsfördernde Wirkung von Tee zu Nutze zu machen. Wie Kaffee enthält auch Tee Koffein, das früher auch „Teein“ genannt wurde und vor allem in grünem und schwarzem Tee enthalten ist. Am höchsten ist die Wachmacher-Wirkung bei Matcha-Tee, da man das japanische Grüntee-Pulver vollständig zu sich nimmt und nicht nur einen Auszug aus den Blättern.

 

Anregend zwischendurch

Während der Arbeitszeit sollte man eher zu schwarzem Tee greifen, da er sich positiv auf das Nervensystem auswirkt und dadurch eine konzentrationsfördernde Wirkung hat. Ein echter Geheimtipp ist auch gelber Tee, der besonders anregend wirkt, bei uns bis jetzt aber nur wenig verbreitet ist. Gerade im Büro ist er der ideale Begleiter, da die enthaltenen Antioxidantien helfen, Stresszustände zu minimieren.

 

Für die Zubereitung ist übrigens nicht immer heißes Wasser erforderlich. Als erfrischender Durstlöscher zwischendurch bietet sich auch kalt gezogener Tee an. 

Teebegleitung zum Mittagessen

Ähnlich wie beim Wein fängt man bei uns in Europa immer mehr damit an, den passenden Tee zum jeweiligen Essen zu wählen. Die Grundregel lautet dabei: leichte Tees zu leichtem Essen, kräftige Tees zu kräftigem Essen. Als leicht zählen zum Beispiel grüne Tees, die gut mit nicht zu stark gewürzten Speisen (zum Beispiel Pasta, Meeresfrüchte oder Salate) harmonieren. Unter kräftigem Essen versteht man hingegen eher Fleischgerichte und Curry, aber auch schwere Desserts wie Schokolade. Hier bieten sich eher schwarze Tees als Ergänzung an.

 

Nach dem Essen sollte man zu Oolong-Tee greifen, da die darin enthaltenen Saponine fettspaltende Enzyme hemmen, sodass Fett unverdaut wieder ausgeschieden wird.

Wellness und Entspannung

Um den Tee je nach Situation als anregendes oder als entspannendes Getränk zu genießen, ist zum Teil nicht nur die Teesorte, sondern auch die Zubereitungszeit entscheidend. Grüner und schwarzer Tee wirken nach zwei bis drei Minuten Ziehzeit anregend, nach fünf Minuten beruhigend. Bei weißem Tee hat eine längere Ziehzeit sogar positive Auswirkungen auf den Blutdruck. Als besonders gesundheitsfördernd gilt auch Pu-Erh-Tee.

 Tee J. Hornig

Zum Tagesausklang

Kräutertees haben ihren Ursprung nicht in der Teepflanze und enthalten deshalb auch kein Koffein. Sie eignen sich deshalb bestens als Abendtee. Wem ein „echter“ Tee lieber ist, kann zu Oolong-Tee greifen. Dieser hat eine weniger anregende Wirkung als zum Beispiel grüner oder schwarzer Tee.

 

Am Ende ist aber natürlich vor allem eines entscheidend: der Geschmack. Dementsprechend vielfältig ist mittlerweile auch die Auswahl und mit ein bisschen Geduld findet auch der größte Teemuffel eine Sorte, die schmeckt.

 

Mich interessieren jetzt natürlich auch eure Tee-Erfahrungen. Wann trinkt ihr welchen Tee am liebsten? Welche sind eure Lieblings-Tees? Schreibt uns am besten eine Nachricht auf Facebook oder mailt an [email protected]. Ich freue mich auf eure Inputs!

Alles Liebe, 

 

Johannes

 

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Johannes Hornig verfolgt als Geschäftsführer von J. Hornig ein Ziel: Den besten Geschmack aus jeder Kaffee-Bohne herauszuholen. Der 30-Jährige führt das steirische Traditionsunternehmen mit Sitz in Graz nun in vierter Generation. Dabei blickt er gern über den Tellerrand hinaus. Am besten geht das bei einem Verlängerten. Ohne Milch. Ohne Zucker.