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Einspänner 2.0: Wenn Tradition auf Cold Foam trifft

Matcha Ube, Proffee – Kaffeetrends kommen und gehen. Aber manchmal schaut man sich einen neuen Hype an und denkt: Moment, das kommt mir bekannt vor. Genau das passiert gerade mit dem Einspänner. Ein Getränk, das eigentlich aus der Altwiener Kaffeehauskultur stammt – und jetzt, dank Cold Foam, plötzlich wieder überall auftaucht.

Was ist ein klassischer Einspänner eigentlich?

Der Einspänner ist ein klassisches Wiener Kaffeegetränk: Ein starker schwarzer Mokka – traditionell im Henkelglas serviert – getoppt mit einer ordentlichen Portion Schlagobers. Der Name kommt vom einspännigen Fiaker: Die Kutscher brauchten damals einen Kaffee, den sie mit einer Hand halten konnten, ohne dass er auskühlt. Das Schlagobers obendrauf wirkte wie eine Art Isolierschicht.
Praktisch gedacht, gut gemacht und der Ur-Vorgänger vieler moderner Kaffeedrinks. Denn das Prinzip kennen wir heute nur zu gut: kräftiger Kaffee unten, cremiges Topping oben. Lange war der Einspänner vor allem eines: ein Kaffeehausklassiker für alle, die es traditionell mögen.

Cold Foam erobert das Internet

Cold Foam ist gerade überall: auf TikTok, auf Instagram und in Coffeeshops – und das aus gutem Grund. Denn Cold Foam ist im Prinzip das modernere, leichtere Geschwister des klassischen Schlagobers. Er besteht aus gleichen Teilen Milch und Schlagobers, die gemeinsam mit einem Milchschäumer aufgeschlagen werden, bis eine samtige, cremige Konsistenz entsteht. Wichtig dabei: Der Cold Foam soll luftig und cremig sein, aber nicht steif wie klassisches Schlagobers.
So entsteht eine leichte Schaumschicht, die auf dem Kaffee schwimmt und sich nach und nach mit ihm verbindet. Kein Löffel ist nötig, um sich durch einen Berg Schlagobers zu kämpfen. Stattdessen zieht sich der cremige Cold Foam langsam durch das Getränk und macht jeden Schluck besonders weich.
Und genau da schließt sich der Kreis. Denn wer schon einmal einen Einspänner getrunken hat, weiß: Das Prinzip ist dasselbe. Kaffee unten, cremiges Topping oben. Cold Foam ist also eigentlich kein revolutionärer Trend, sondern eine leichtere, modernere Interpretation von etwas, das Wien schon seit Jahrhunderten kennt.
Genau deshalb haben wir hier unsere liebsten Cold-Foam-Rezepte für dich zusammengestellt:

Iced Latte mit Vanilla Cold Foam

Ein klassischer Einspänner – nur kälter, leichter und mit einer ordentlichen Portion Vanille. Der perfekte Sommerdrink und vielleicht schon bald dein neues Lieblingsrezept.

Du brauchst:

Für den Cold Foam:
• 2 EL Schlagobers
• 2 EL Milch
• 1 EL Vanillesirup

Für den Latte:
• 1–2 Espresso-Shots z.B. unseren Caffè Crema Intenso
• Eiswürfel
• Milch nach Wahl zum Auffüllen

So funktioniert’s:

Schlagobers, Milch und Vanillesirup in ein Gefäß geben und mit einem Milchschäumer aufschäumen. Wichtig ist, dass der Cold Foam samtig und cremig bleibt und nicht steif, wie Schlagsahne wird. Schäume ihn daher lieber zunächst nur kurz auf und prüfe die Konsistenz, bevor du weitermachst.
Ein Glas mit Eiswürfeln füllen, den frisch gebrühten Espresso darübergießen und mit Milch auffüllen. Anschließend den Cold Foam großzügig darauf verteilen – fertig!

Tipp: Der Cold Foam schmeckt auch auf heißem Kaffee hervorragend. Wer seinen Espresso lieber warm genießt, lässt die Eiswürfel einfach weg, gießt den Kaffee ins Glas und gibt den Cold Foam obendrauf.

In das Glas wird der Espresso mit dem Vanilla Cold Foam getoppt.

Mont Blanc: Das Rezept, das die Coffee Shops erobert

Zitrisch, cremig, nussig und ein echter Hingucker: Der Mont Blanc hat die Coffee Shops erobert und wir verstehen den Hype nur zu gut.
Die Kombination aus intensivem Kaffee, frischer Zitrusnote und cremiger Haube macht ihn zu einem echten Favoriten.

Deshalb findest du ihn auch bei uns in der J. Hornig Kaffeebar in Wien.
Du schaffst es nicht zu uns? Dann kommt hier unser liebstes Mont Blanc Rezept für zu Hause.

Du brauchst:

Für den Cold Foam:
• Oatly Barista
• 4 cl Vanillesirup
• etwas Xanthan als Stabilisator

Für den Mont Blanc:
Kaffeetschi Cold Brew
• Eiswürfel
• etwas Orangenzeste
• optional etwas Muskatnuss

So funktioniert’s:

Für den Cold Foam Oatly Barista, Vanillesirup und etwas Xanthan in eine iSi-Flasche geben und gut vermischen. Die Flasche nach Anleitung mit einer Kapsel befüllen, kräftig schütteln und kalt stellen, bis der Foam schön cremig ist.
Ein Glas mit Eiswürfeln füllen und den Kaffeetschi Cold Brew hineingießen. Anschließend den Vanilla Cold Foam großzügig daraufgeben und mit etwas frisch geriebener Orangenzeste toppen. Wer mag, gibt zusätzlich eine Prise Muskatnuss darüber.

Tipp: Bei der Orangenzeste lieber sparsam starten, da zu viel davon schnell bitter schmecken kann. Wenn du kein Xanthan zu Hause hast, kannst du für den Cold Foam alternativ Schlagobers und Milch zu gleichen Teilen mit etwas Vanillesirup cremig aufschlagen.

Ein Mont Blanc auf einem Tisch mit Zironen im Hintergrund.

Kein Ende in Sicht – die Cold Foam Varianten

Das Schöne an Cold Foam: Einmal das Grundrezept drauf, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Matcha Cold Foam? Schoko Cold Foam? Banana Cold Foam? Pumpkin Spice Cold Foam? Alles möglich, alles lecker. Probier dich einfach durch – es lohnt sich.

Der Einspänner hat sein Comeback – und das völlig verdient. Was früher Schlagobers war, ist heute Cold Foam: leichter, luftiger, Instagram tauglicher. Aber das Prinzip dahinter? Genau dasselbe. Ein starker Kaffee, ein cremiges Topping, viel Genuss. Wien wusste schon damals, was gut ist. Wir finden das nur gerade wieder heraus.

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Sarah Nickl
Sarah ist Junior Brand Managerin bei J. Hornig und studiert nebenbei – doch am liebsten lernt sie durchs Ausprobieren. Kaffee begleitet sie durch den Tag, neue Trends testet sie direkt selbst, und für crazy Latte-Kreationen gilt: je ausgefallener, desto besser. 
Denn ihr Motto lautet: Probieren geht über Studieren.